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Die drei Konflager 1999
LAGER 1 vom 8. -
12. Oktober 99 Trekkingtour: Soazza.....Chiavenna
Nachdem wir die Schule
hinter uns gelassen hatten, fuhr uns Jürgen mit seinem PW
nach Doira im Misox. Dort empfing uns Käsel, unser
Trekking-Führer, mit einem wunderbaren Abendessen.
Am nächsten Tag
wurden wir in das Metier von Käsel eingeführt. Das hiess
sich vertraut machen mit Kompass, Höhenmeter und Karte.
Als wir unsere Sachen
auf das Nötigste reduziert hatten, liefen wir um 17.30 Uhr
am Waldrand von Soazza ab, kamen gut voran und schlugen um
10.30 Uhr unsere Zelte auf der Alp Quarnei auf.
Nach einer kühlen
Nacht und einem warmen Kaffee marschierten wir im "50
min gehen 10 min Pause Takt" über die Forcola.
Gestärkt mussten wir
noch knapp 2000 Höhenmeter hinunter nach Chiavenna hinter
uns bringen. Von Strapazen und Blasen gequält trafen wir im
Hotel "Elvezia" ein, wo wir das warme Nass und den
Gang in die Pizzeria "L'arca" genossen.
Am nächsten Morgen
fuhren wir mit dem <<Palm-Express>> dem Comer-
und Luga- nersee nach Lugano zu. Nachdem wir uns in Lugano
zwei Stunden lang vergnügten, kamen alle erschöpft in Doira
an, wo wir unsere Leistung gebührend feierten und noch
einmal unser Thema besprachen: Orientierung in den Bergen -
Orientierung im Leben.
Am nächsten Vormittag
wurden alle glücklich vor die Haustüre gefahren.
Stefan Studer
Konflager 2 vom 12.
- 16. Oktober 99 Arbeitslager in Doira/ GR
Mit: Olivier, Patrick,
Boris, Christine, Daniel und.....Dominic
<<Einstein>>
Nach der zweieinhalb
stündigen Non-Stopfahrt nach Doira - ein kleines,
verträumtes Dorf in der Nähe von Mesocco mit 31 Einwohner -
konnten wir unsere Zimmer beziehen.
Das einzige Mädchen
unter fünf Jungen bekam ein eigenes Zimmer, das sich im Haus
der Biobauern Simon und Annegret Hellmüller befindet und
eigentlich ihrem älteren Sohn Pino gehört.
Er schlief während
diesen fünf Tagen bei seinem kleineren Bruder Severin.
Erst beim Abendessen
erfuhren wir mehr über
die Familie Heilmüller, bei
denen wir Tag und Nacht
herzlich willkommen waren. Anschliessend wurden wir in die
uns noch bevorstehende Arbeit eingewiesen. Die eigentliche
Arbeit bestand darin, einen Dorfplatz wieder herzurichten,
indem ein Brunnen steht.
Der Brunnen musste
gereinigt werden, ein Steinplattenboden wieder hergerichtet
und eine Mauer wieder schön aufgebaut werden. Bei diesen
Arbeiten halfen uns zwei Männer: Herr Walter Meier aus
Mesocco war für die Mauer zuständig und Dino aus Italien
für den Plattenboden.
Einige Leute des
kleinen Dorfes kamen öfters zur Baustelle um zu schauen, was
wir machten und weil sie es wahrscheinlich nicht erwarten
konnten bis der Platz endlich fertig war.
Daniel Sidler und
Boris Lauper an der Arbeit
Am Ende des zweiten
Tag stellten wir fest, dass die Baustelle zu klein war, und
es zu wenig Arbeit immer für alle hatte. Simon schlug
uns deshalb vor, dass wir den Naturweg, der von der Strasse
bis zu den Kuhweiden führt, wieder neu herrichten könnten,
weil er vom abgerutschten Schutt halb zugedeckt war.
Am nächsten Tag
stürzten wir uns gleich auf die Arbeit. Wir unterhielten uns
mit Witzen und Geschichten.
Da wir sehr speditiv
arbeiteten, konnten wir die Arbeit am gleichen Abend noch
beenden.
Am Morgen der Abreise
stauten wir noch den nahe gelegenen Bach, damit auch die
Kaul- quappen und Forellen einen ruhigen Ort haben. Jürgen
scheute sich nicht vor dem kühlen Nass und half tüchtig
mit. Anschliesend assen wir gemeinsam zu Mittag.
Zum Schluss dankte
Mario Santi, Gemeinderat von Doira uns, obwohl wir mit dem
Platz nicht ganz fertig wurden und gab uns als Andenken
einige Fotos von Doira mit nach Hause.
Leider mussten wir uns
dann auch schon verabschieden.
Die Arbeiten waren
manchmal ziemlich hart aber es war ein gutes Gefühl zu
wissen, dass man den Leuten damit eine Freude macht.
Nun freuen wir uns auf
das versprochene Wiedersehen im Frühling.
Christine
Weder
Lager 3 von 18. -
22. Oktober 99 Gespräche,
Lieder, Specksteine
Am Montag dem 18.10.99
fuhren wir um 14.00 Uhr nach Cavergno im Maggiatal ab.
Jürgen Schultz war bei so guter Laune, dass wir bei
Bellinzona in den Mac Donald gingen.
Wir trafen dann gegen
17.00 Uhr in Cavergno ein.
Am Abend spielte unser
Gastgeber Ulrico Stamani ein paar Lieder seines Repertoires.
Am Dienstagmorgen
brachen wir um 9.30 Uhr auf, um auf eine Alp zu gehen, wo wir
Speck- steine brechen gingen.
Zuerst fuhren wir ca.
eine Stunde mit dem Auto, dann mussten wir noch etwa eine
Stunde gehen bis wir die Alp erreichten.
Jürgen kochte uns in
der Zeit, als wir Specksteine suchten und sie von den großen
Steinen abmeisselten, das Mittagessen. Er erwärmte auf dem
Feuer Wienerli, und dazu gab es Wasser vom Bach und Brot.
Als wir beinahe
durchgefroren waren, weil es dort schon fast schneite, gingen
wir wieder auf den Heimweg. Wir nahmen eine Dusche mit
lauwarmem Wasser ( das heisseste Wasser das es dort gab) und
gingen in den Gruppen- raum.
Dort erstellten wir
eine Identitätskarte. Das heisst, wir klebten auf das
Deckblatt eine Foto von uns drauf.
Auf der zweiten Seite
konnten wir aus alten Heften Schnipsel und Bilder aufkleben,
wie wir uns selber beschrieben würden und uns fühlen. Auf
der dritten Seite stelllten wir unsere Wünsche und Träume
dar.
Und auf der letzten
Seite haben dann unsere Kollegen beschreiben, wie sie die
einzelnen Personen erleben.
Am nächsten Tag
schliefen wir um eine Stunde länger. Nach dem Morgenessen
gings an die Arbeit, und wir bearbeiteten die Specksteine und
die ID`s weiter.
Das Mittagessen assen wir erst um drei Uhr. Am Abend sprachen
wir lange darüber, wie wir das Lager finden und über uns
selbst, so weit wir das beurteilen konnten.
Am Donnerstagmorgen
machten wir einen Brunch und bearbeiteten die Specksteine
fertig. Auch neue kamen dazu.
Am Nachmittag fuhren
wir nach Locarno in den Ausgang; ausser Martin Christen, er
wollte nicht mitkommen, er machte in dieser Zeit seinen Stein
fertig.
Als
wir wieder zuhause waren, befassten wir wiede mit unserer ID
und schrieben jedem einen Kommentar zur Person auf die letzte
Seite. Das war spannend.
In einer Pizzeria
assen wir dann zu Nacht und später zu Hause noch ein
Dessert. Die ID´s wurden nun wirklich fertig. Danach machten
noch einen kleinen Spaziergang durchs Dorf und redeten noch
lange auf dem Balkon. Darum brachen am Freitag später als
geplant auf. Leider fuhren wir an keinem Mac Donald vorbei.
Dafür waren wir etwa drei Stunden früher zu Hause.
Aram Loosmann, Rita
Holliger, Marco Nägeli bei der Arbeit mit Speckstein
Rita Holliger