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experiMENTAL '97 Werkschau Jay Rosenblatt Opening up the wounds to let the poison out Found Footage Poet aus San Francisco, 89 Min. |
| Montag 8.12.97, 21.15 Uhr, Dienstag 9.12.97, 19 Uhr, Freitag 12.12.97, 21.15 Uhr, Programm | |
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Jay Rosenblatt ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Found Footage Filmemacher. Er verwandelt gefundenes Bildmaterial, das er vorwiegend in amerikanischen Spiel- und Instruktionsfilmen der 50er und 60er Jahre aufspürt, geschickt in Poesie. Dabei versteht er es, mittels Erzählkommentar und Bildbearbeitung (Wiederholungs-, Zeitlupen- und Freeze-Effekten) unterschiedlichste Szenen zu einem eigenständigen Ganzen zu verdichten, emotional aufzuladen und zu dramatisieren. Die Tonebene, meistens aus alten Hollywood-Soundtracks komponiert, unterstreicht die dramatische Wirkung seiner Filme, die aber immer wieder durch skurile Bildeinfälle relativiert wird. Rosenblatts mehrjährige Arbeit als Psychotherapeut ist zweifelsohne in seine Filme eingeflossen. Seine Faszination für psychische und geistige Mechanismen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Konventionen durchdringt all seine Filme. Feinfühlig schreitet er Stationen männlicher Identitätsentwicklung und Sozialisation ab, mit der Idee 'opening up the wounds to let the poison out'. Dabei nimmt die Rolle der Kindheit - und der Erinnerung - einen hohen Stellenwert ein. |
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| experiMENTAL '97 | Werkschau Jay Rosenblatt | Programm | |
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