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experiMENTAL '96 Neue Tendenzen in der internationalen Videoszene Eine Auswahl vom VideoFest '96 in Berlin |
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Zum letzten Mal trägt das Berliner Festival den Namen Video. Video
war Avantgarde, die Zeichen setzte für die Entwicklung neuer Formen
in Kunst/Film/Fernsehen. Steht jetzt auch Video vor dem Aus? Digitale Schnittsysteme
sind auf dem Vormarsch. Bandmaterial wird bald nicht mehr gebraucht. Die
Grenzen verfliessen. Film, Fernsehen, Video, Multimedia, Computeranimation
greifen ineinander über. Der Austausch der Bytes ist transmedial.
Der Name des Berliner VideoFests ab 1997: TransMedia. Bei den am Festival anwesenden Verleihern von Kunstvideos ist Verunsicherung zu spüren. Nicht mehr die Videokunstbänder stehen im Vordergrund, sondern die Klickmaschinen into Cyberspace im Foyer des Podewil, umringt von Trauben Neugieriger. Doch die totgeglaubte Videokunst erwacht zu neuem Leben: Rohe, expressive Abstraktfilme, die erst in Grossprojektion ihre Wirkung voll entfalten überraschen als tönende Malerei: Not Totally vom Heure Exquise Kollektiv und Wie das Baden im Nichts ist von Kain Karawahn. Vor ein paar Jahren wäre es nicht denkbar gewesen, dass das Bildschirmmedium Video dank laufend verbesserter Projektionstechnik nun auch auf der Leinwand ganz anständig aussehen kann. Was von der Kunstgeschichte bekannt ist, bestätigt sich von neuem: Wurden neue Techniken eingeführt - wie zum Beispiel die Fotografie im 19. Jahrhundert -, suchte sich die Malerei neue Betätigungsfelder: Weg vom Naturalismus, den die Fotografie besser besorgte, und hin zum Impressionismus, zur abstrakten Kunst, zur modernen Kunst. Wenn nun heute Multimedia und Internet den bis anhin von Video besetzten Bildschirm erobern, macht sich die Videokunst nach neuen Ufern auf.
Vorfilm:
Programm (Dauer: 56 Min.): |
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