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Andreas Fischer und Jürg Robustelli zeigen anhand von Beispielen aus CD-ROM-Produktionen und einer Exkursion ins World Wide Web Möglichkeiten und Grenzen der Neuen Medien auf.
Die technische Entwicklung der letzten Jahre zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass immer mehr Informationen digitalisiert gespeichert und verteilt werden. Texte, Fotos, Zeichnungen, Filme, Musik, Sprache - alles liegt nicht mehr in einer Form vor, die unseren Sinnen unmittelbar zugänglich ist, sondern besteht aus einer abstrakten Ansammlung von elektromagnetisch oder optisch repräsentierten Einsen und Nullen, die sich nur mit Hilfe von Mikroprozessoren wieder in ihre ursprüngliche, analoge Form zurückverwandeln lassen.
Die einen erschreckt die Vorstellung immer noch, dass der Computer heute an vielen künstlerischen äusserungen wesentlich beteiligt ist. Die anderen sehen darin eine Chance: Digitale Daten lassen sich über Funk- und Telefonnetze unendlich viel schneller über die ganze Welt transportieren als die herkömmlichen Berge von Papier, Leinwand oder Filmrollen mit Hilfe der Post. Sie stehen theoretisch jedem/r, der/die einen Netzanschluss und einen Computer hat, unmittelbar zur Verfügung. Und da sie alle mit der gleichen Maschine verarbeitet werden, lassen sich die verschiedenen Datentypen auch leichter mischen und kombinieren als je zuvor. Dem Begriff Multimedia kommt in diesem Zusammenhang eine viel umfassendere Bedeutung zu als bisher. Neue Horizonte scheinen sich zu öffnen und den neuen Medien kaum Grenzen gesetzt zu sein. In der praktischen Beschäftigung mit diesen Phänomenen wird die erste Begeisterung allerdings oft schnell genug gedämpft. Wer sich heute mit Multimedia beschäftigt, ist - was Handwerk und Dramaturgie betrifft - selten weiter, als es die ersten Filmer vor hundert Jahren waren.
Andreas Fischer und Jürg Robustelli - beide beschäftigen sich beruflich kommentierend und praktisch mit Multimedia - diskutieren mit dem Publikum darüber, was an theoretischer und praktischer Arbeit zu leisten sein wird, damit die Computer- und Kommunikationstechnologie zum Ausgangspunkt neuer künstlerischer Ausdrucksformen werden kann.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem PCtip und der Orell Füssli Buchhandlungs AG
Freitag 8. Dezember 19 Uhr / Sonntag 10. Dezember 21.15 Uhr,
im Sofakino XENIX
Gedanken zur interaktiven Kunst:
-> Video alive im Internet
-> Cecilia Hausheer zu interaktive Kunst, Kommunikation und Macht
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