videokunst alive im internet?

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rückblick. videoart im new vork der sechziger jahre:
die eben marktreif gewordene videotechnologie als arbeitsinstrument in
oder als dokumentation von
performances
happenings
projekten der concept art
dematerialisierung des kunstobjekts
video kann nicht wie ein bild oder eine skulptur besessen werden, weil video als fernsehen wahrgenommen wird, als massenmedium
konzeptualismus als befreiungsakt
lawrence weiner übermittelte nachrichten via satellit zwischen kontinenten und untersuchte die dabei entstandenen kommunikationsphänome in einem künstlerischen kontext
es kristallisierten sich immer mehr künstlerische aktivitäten heraus, die das medium video selbst zum thema machten:
eine breit angelegte untersuchung der technologischen eigenschaften
und der machtstrukturen, in die video/fernsehen eingebettet sind
nicht so sehr eine anti-fernseh-untersuchung
sondern eine bewegung weg vom fernsehen
der romantische versuch, einen teil des mediums video
für sich zu nutzen

bestehen parallelen zur heutigen free-flow-of-information-diskussion
auf dem internet?
cyberart als kontextkunst,
die den cyberspace zum inhalt hat?

video in den 80er jahren weltweit:
video explosion
vielfältigste formen von autorInnenschaft
individuen, gruppen: artist- and people's videos
visionen, wie die welt auch noch wahrgenommen und verstanden werden kann
ausserhalb der etablierten Film- und Fernsehkultur
präsentationsformen: bänder und installationen
von schnell gemachten dreckigen tapes bis zum technisch raffiniert gemachten produkt
es entsteht ein ganzes netzwerk von vertrieben, festivals, kritikerInnen, kuratorInnen und fördergremien
tendenz: netz der videoszene wird engmaschiger
video wird auf allen ebenen professioneller gehandhabt
von der low-tech zur high-tech montage

video heute und morgen:
übergang von analoger zur digitalen bildkultur
mulimedia
vertrieb von video und multimedia via internet
das internet als kommunikationsplattform für die video- und mulitmediaszene
für den austausch von informationen und den verleih von bändern
ob die videokunst eine eigene identität behalten wird
oder teil wird einer disparaten audiovisuellen kommunikationskultur
mit vielen überlappenden aber auch sich widersprechenden strömungen
ist ungewiss

fragen:
auswirkungen von multimedia und internet auf das videoschaffen?
welche möglichkeiten stecken im on-line vertrieb von unabhängig produzierten bildern und filmen, wenn der digitale zahlungsverkehr kommt?
wo bleibt raum für low budget projekte?
antworten, analysen und weitere spezifische fragestellungen zu diesem thema an unsere e-mail adresse: Mail: av-produktionen@swix.ch oder an: experimental 95 Kino Xenix postfach 664, 8026 zürich. wir werden auf sie eingehen anlässlich der veranstaltung multimedia- und internet- playshow: vernetzung und multimedia - grundlagen für neue ausducksformen im kunst-, film- und videoschaffen?
freitag, 8. dezember 19 Uhr und sonntag, 9. dezember 21.15 uhr

-> Cecilia Hausheer zu interaktive Kunst, Kommunikation und Macht
Dieser Artikel erschien erstmals in Open Multimedia, August 1995

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Last Updated:10.4.1996