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Datum
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Ereignis
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26. Juni 1980
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Solidaritätsmeeting mit Bewegten aus Zürich an der Uni. Vorführung des von Erziehungsdirektor Alfred Gilgen verbotenen Films.
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28. Juni 1980
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200 TeilnehmerInnen demonstrieren während der Fête à Lausanne. Die Demonstration beginnt dort, wo das Seifenkistenrennen endet. Vollversammlung mit Vorführung des verbotenen Films aus Zürich. Diverse Forderungen (Autonomes Jugendzentrum usw.).
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30. August 1980
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50 Bewegte treffen sich, um die nächsten Aktionen zu diskutieren.
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27. September 1980
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Während der Journées du Comptoir demons-trieren 500 Jugendliche. Sie schlagen Schaufens-ter ein und beschädigen Busse und Verkehrssignale. Erstmals setzt die Polizei Gummiknüppel und Tränengas ein. Demonstrationsteilnehmer, die mit einem Vertreter der Stadtregierung in einem Café sitzen, werden verhaftet. Gleichtzeitig präsentiert die Polizei einen Vorschlag der Stadtregierung: Diese ist bereit, am 6. April eine Delegation der Bewegung zu empfangen.
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28. September 1980
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DemonstrantInnen verteilen Flugblätter und halten Vollversammlungen ab. Die Bewegung nennt sich «Lôzane bouge».
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29. September 1980
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Die Stadtregierung bietet den Dialog an. 200 Personen diskutieren mit Stadtregierungsmitgliedern. Der Dialog bringt keine Ergebnisse. Darauf folgt eine erneute Demonstration.
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4. Oktober 1980
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Ein Unterstützungskomitee wird gebildet. Es verteilt ein Flugblatt mit Ratschlägen im Umgang mit der Justiz. Demonstration mit 500 TeilnehmerInnen. Bei einem Sit-in schlagen Polizisten mit Gummiknüppeln auf Demons-tranten ein, was eine Strassenschlacht zur Folge hat.
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11. Oktober 1980
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Demonstration ohne sichtbare Präsenz der Polizei.
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18. Oktober 1980
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300 DemonstrantInnen fordern an der Avenue de Cour, in einem Gebäude der EPFL, ein Autonomes Jugendzentrum. Rund fünzig TeilnehmerInnen dringen in die Liegenschaft ein. Nach der ersten Aufforderung der Polizei verlassen sie das Haus mit erhobenen Händen. Auf der Strasse setzt die Polizei Tränengas ein.
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25. Oktober 1980
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Lôzane bouge schreibt Stadtpräsident J.P. Delamuraz einen Brief. Die Jugendbewegung fordert ein Autonomes Zentrum für 500 Leute und Amnestie für alle Verhafteten.
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26. Oktober 1980
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An einem Konzert von Nina Hagen protestiert die Bewegung dagegen, dass «die Konzerte zu teuer sind ( ... ) und dass sich nach den grossen Auftritten der Stars alle blöd vorkommen ...»
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9. November 1980
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Demonstration, die zahlreiche Polemiken zwischen Lôzane bouge und dem Unterstützungskomitee auslöst. Die Jugendlichen halten das Unterstützungskomitee, bestehend aus Eltern von DemonstrantInnen und Sympathisant-
Innen, für zu angepasst. Erneuter heftiger Polizeieinsatz. Zahlreiche ZuschauerInnen werden verhaftet. Die Place de la Palud wird von der Polizei vollständig abgeriegelt : Sogar SpaziergängerInnen und Verkäuferinnen, die das Jelmoli-Geschäft verlassen, werden kontrolliert. Während einiger Stunden macht Lausanne den Eindruck einer belagerten Stadt.
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November/Dezember 1980
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Die Bewegung driftet auseinander. Aktionen von Einzelnen und von kleinen Gruppen lösen die Massenveranstaltungen ab. Ein Bewegter erklimmt die Kathedrale und die Saint-Fran-çois-Kirche und plaziert dort Transparente mit der Aufschrift: «Es ist an der Zeit, dass der Mensch den Menschen rettet.»
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12. November 1980
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Demonstration vor dem Lausanner Gefängnis Bois-Mermet. Die Polizei verbietet den DemonstrantInnen, den Inhaftierten Nachrichten zu überbringen.
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18. November 1980
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Demonstration «gegen die willkürlichen Verhaftungen» und die Angewohnheit, «die Versammlungen der Jugendlichen als Unruhen zu bezeichnen.»
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24. Januar 1981
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Demonstration gegen Restaurants, die Jugendliche abweisen.
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28. Februar 1981
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Lôzane bouge besetzt ein Haus und ruft es zum Autonomen Jugendzentrum aus.
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21. März 1981
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Meeting mit Jugendlichen aus Zürich, Basel, Bern und Lausanne im Rond-Point de Beaulieu. Im Lauf des Abend erfahren sie, dass in Zürich eine grosse Demonstration stattfindet und die Polizei äusserst brutal vorgeht. Jugendliche versuchen, ein Gebäude in La Palud zu besetzen. Die Polizei räumt es am frühen Morgen.
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19. Juni 1981
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Razzia im Autonomen Jugendzentrum an der Rue Saint-Martin 14. Die Polizei verhaftet ausgeschriebene Personen und findet Drogen. Die Stadtregierung stellt eine Schliessung des Zentrums in Aussicht.
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Oktober 1981
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Drei Arbeitsgruppen publizieren ihre Ergebnisse: In Lausanne fanden 15 Demonstrationen statt, bei denen 265 Personen verhaftet wurden. Die Schadenssumme beläuft sich auf rund 120000 Franken.
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